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Was ist besser als Backen? Mit einer Freundin gemeinsam backen. Für mich jedenfalls. Während der Herstellung von Teig, Creme und Verzierung kann man tratschen und hat einfach zusammen Spaß. Bei dem heutigen Beitrag hat mir meine liebe Freundin Sandra geholfen und auch das Fondant-Rezept zu dem Beitrag beigesteuert. Wenn schon eine Fondanttorte, dann nämlich auch komplett selbstgemacht.

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Die Torte haben wir übrigens für den Junggesellenabschied unserer gemeinsamen Freundin Moni gebacken. Als wir überlegt haben, was es für eine Torte werden soll, waren wir uns beide sofort einig und haben uns für eine Einhorn-Torte entschieden. Uns beide hat das Einhorn an unsere Kindheit erinnert und die „My little Pony“ Zauberpferde mit langen bunten Mähnen und Schweifen. Außerdem fanden wir, dass ein solches zauberhaftes Pferd zu unserer wunderbaren und zauberhaften Freundin Moni einfach passt.

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Mit der Herstellung von Biskuitboden und Pferd solltest Du bereits am Vortrag beginnen, damit Du den Biskuitboden noch am Vortag füllen kannst. Wenn der gefüllte Boden über Nacht so richtig durchziehen kann, dann schmeckt die Torte einfach besser. Da Sandra und mir Massen an Fondant nicht schmecken, haben wir das Pferd auch nicht massiv aus Fondant gemacht, sondern aus Rührteig und lediglich den Überzug des Biskuitbodens und die Verzierungen am Pferd aus Fondant hergestellt. Wie das geht? Gar nicht so schwer, wie es sich anhört. Das Einhorn wurde nämlich aus einer Osterlammform (ich habe diese Lammform verwendet) hergestellt und lediglich so modelliert und zugeschnitten, dass es wie ein Pferd aussieht. Am Ende des Beitrags findest Du Bilder von der Herstellung.

Die Links zu Glitzerpuder, Lebensmittelstift, Spritztüllen findest du hier:

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Biskuitboden (1. Tag):
6 Eier
200 g Zucker
100 g Dinkelmehl (oder Weizenmehl)
100 g Speisestärke
1 Prise Salz

1. Den Biskuitboden solltest Du bereits am Vortrag herstellen. Hierzu den Boden einer Springform (ca. 26 cm) mit Pergamentpapier auslegen
2. Dann die 6 Eier mit 200 g Zucker und 1 Prise Salz für ca. 5-6 Minuten schaumig rühren.
3. Mehl und Speisestärke in die Ei-Zuckermasse einsieben und vorsichtig unterheben.
4. Die Teigmasse in die Springform geben, die Oberfläche glatt streichen und bei 180-200 ° Ober- und Unterhitze für ca. 30 Minuten in den Backofen. Den Biskuitboden dann auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und das Pergamentpapier drauf lassen.

Erdbeersahne und Biskuitbodenfüllung (1. Tag):

200 g Erdbeeren
2 Becher Sahne
2 Pck. Vanillezucker
2 Pck. Sahnesteif
1,5 EL Erdbeermarmelade

1. Für die Erdbeersahne 100 g der Erdbeeren kleinwürfeln. Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif steif schlagen. In die Sahne die klein gewürfelten Erdbeeren unterheben. Erdbeersahne kalt stellen. Die restlichen 100 g Erdbeeren in Scheiben schneiden und zur Seite stellen.
2. Den gut abgekühlten Biskuit vorsichtig aus der Form lösen. Das Pergamentpapier erst bei Gebrauch, also kurz vor dem Füllen des Bodens abziehen. Den Biskuit mit einem Messer oder einem Bodenteiler horizontal in 3 Lagen schneiden.
3. Den untersten Boden mit der Hälfte der Erdbeermarmelade bestreichen, etwas Erdbeersahne aufstreichen und die in Scheiben geschnittenen Erdbeeren auflegen. Achte darauf, dass zum Rand hin mindestens 1 cm Abstand besteht von der Füllung (ansonsten weicht später der Fondantüberzug durch). Dann den zweiten Boden auflegen und mit der restlichen Erdbeermarmelade bestreichen, dann mit Erdbeersahne bestreichen und Erdbeerscheiben auflegen. Auch hier an den Rand von mindestens 1 cm denken. Den Deckboden auflegen und die gefüllte Torte über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Zutaten für das Einhorn (1. Tag):

80 g Dinkelmehl (oder Weizenmehl)
75 g Butter
50 g brauner Zucker
20 g Speisestärke
2 Eier
100 g Marzipanrohmasse
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
1-2 Tropfen Bittermandelöl
1 gestrichener Teelöffel Backpulver
6 x 200 g weiße Kuvertüre

1. Die Osterlammform mit etwas Butter auspinseln. Backofen auf 175 ° Ober- und Unterhitze bzw. Umluft vorheizen.
2. Eier und geraspelte Marzipanrohmasse gut verrühren. Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz und Bittermandelöl unterrühren und so lange rühren, bis sich der Zucker gut gelöst hat.
3. Mehl, Speisestärke und Backpulver sieben, vermischen und unter die Zuckermasse geben.
4. Den Teig in die Form geben und die Oberfläche glattstreichen.
5. Das Osterlamm im Backofen auf unterster Schiene bei 175 ° backen. Nach 30 Minuten den Backofen auf 190° einstellen und das Osterlamm drehen und weitere 5-10 Minuten backen. Stäbchentest machen und eventuell abdecken.
6. Das Osterlamm aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Dann das Lamm vorsichtig aus der Form lösen. Wenn das Lamm abgekühlt ist, mit einem Messer die Konturen des Lamms so bearbeiten, dass es aussieht, wie ein Pferd. Wir haben vor allem Kopf und Hals etwas abgeändert.
7. Mit Schokolade überzogen wurde das Einhorn erst am nächsten Tag. Du musst aber eine Trockungszeit von ca. 1 Stunde einplanen. Für das Einhorn genügt eigentlich Kuvertüre mit 2 x 200 g. Um einen gleichmäßigen Überzug zu erzielen haben wir jedoch die Kuvertüre nach Packungsanweisung geschmolzen, den Kopf des Pferdes sodann getaucht und das Pferd dann mehrfach in Schichten mit Schokolade überzogen. Hierzu haben wir mit einem Schöpflöffel die Schokolade gleichmäßig über das Pferd geleert. Daher die große Menge an Kuvertüre von 6 x 200 g. Natürlich kannst Du auch weniger Kuvertüre nehmen und das Einhorn mit einem Pinsel einstreichen, der Effekt wird aber anders und nicht so gleichmäßig. Die restliche Kuvertüre wurde natürlich aufgefangen und anderweitig verwertet.
8. Das Einhorn trocknen lassen.

Für die Fondantmaße (2. Tag) und die Verzierung des Einhorns:

225 g Marshmallows
500 g Puderzucker
1 EL Wasser
etwas Himbeersirup
etwas Öl für die Hände
1 Schaschlikspieß
1 Zahnstocher
Lebensmittelkleber
etwas silbernes Glitzerpuder
schwarzer Lebensmittelstift

1. Bei geringer Hitze die Marshmallows unter Rühren mit 1 EL Wasser einschmelzen. Den Puderzucker hinzugeben und mit einer Gabel einrühren. Rühren, bis eine zähflüssige Masse entsteht. Bei Bedarf, wenn die Masse noch zu dick sein sollte, noch etwas Wasser hinzugeben. Die Masse dann aus dem Topf auf eine mit Öl dünn eingeriebene Arbeitsplatte geben und weiteren Puderzucker einkneten, wenn die Masse noch zu klebrig sein sollte. Die Hände am besten auch mit etwas Öl beträufeln, damit die Masse nicht kleben bleibt.
2. Für die Farbe dann etwas Himbeersirup einkneten. Bei Bedarf noch etwas Puderzucker hinzugeben.
3. 3/4 des Fondants gleichmäßig ausrollen, um die Torte damit zu überziehen. Das ausgerollte Fondant über ein Nudelholz schlagen und auf den gefüllten Biskuitboden legen. Leicht andrücken und den Rand mit einem Messer abschneiden. Den unteren Rand dann mit einer Bordüre aus Fondant verzieren. Das restliche Fondant dient der Verzierung des Einhorns.
4. Den Schaschlickspieß halbieren und in den Biskuitboden leicht versetzt mittig einstecken, so dass die Spieße noch etwas rausschauen. Das mit Schokolade überzogene Einhorn dann auf diese Spieße aufdrücken und befestigen.
5. Den Zahnstocher für das Einhorn mit Fondant umhüllen. Wir haben 1 Strang von Hand hergestellt und diesen um den Zahnstocher gewickelt. Am unteren Ende den Zahnstocher von Fondant frei lassen. Dann das Einhorn an den Kopf des Pferdes anstecken. Aus der Fondantmasse 2 kleine Ohren formen, dann für die Mähne und den Schweif des Einhorns Stränge von ca. 5-12 cm herstellen und alles am Pferd anbringen. Wenn Du an dem Pferd arbeitest ist die Schokolade etwas weich und das Fondant hält gut. Notfalls solltest Du aber einen Lebensmittelkleber zur Hand haben und damit etwas nachhelfen. Aus dem restlichen Fondant noch 3-4 kleine Schmetterlinge als Verzierung ausstechen und diese als Verzierung anbringen.
6. Wir haben über die Schmetterlinge, die Mähne und das Horn des Einhorns noch etwas silbernes Glitzerpuder aufgepinselt.
7. Von einem schwarzen Lebensmittelstift mit einem hauchdünnen Pinsel (wir haben einen neuen Malpinsel genommen) etwas Farbe abnehmen und die Augen sowie den Mund aufmalen.

Für die Buttercreme (2. Tag):

4 Eiweiß
200 g Zucker
250 g weiche Butter
etwas Himbeersirup
etwas Matchapulver

1. Eiweiß und Zucker in einer Schüssel im Wasserbad unter ständigem Rühren erhitzen und ca. 8-10 Minuten bei mittlerer Hitze schaumig aufschlagen. Dann die Butter in Flöckchen hinzugeben und noch weitere 4-5 Minuten schlagen
2. 3/4 der Masse mit einem Schuss Himbeersirup rosa einfärben, 1/4 der Masse mit Matchapulver einfärben.
3. Die Massen jeweils in die Spritzbeutel füllen mit den entsprechenden Spritztüllen. Ich habe eine Rosenspritztülle und eine Blätterspritztülle verwendet. Erst die Rosen aufspritzen, dann in etwaige Lücken die Blätter einspritzen.
4. Die Torte bis zum Gebrauch kühl stellen.

Arbeitsschritt Modellieren:

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Arbeitsschritt Befestigen der Mähne (mit Sandra auf dem Bild):

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Viel Spaß beim Nachbacken. Ich glaube unsere Freundin hat sich über die Einhorntorte sehr gefreut.

Tini

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