Meine erste selbstgemachte Gans. Ein bißchen stolz bin ich ja schon. Bislang war ich immer nur fürs Essen beim Gänsebraten zuständig. Jetzt hab ich mich aber selber rangetraut und ich muss sagen, dass es einfacher ist, als man denkt. Egal ob zum Martinstag oder zu Weihnachten. Gans sollte es eigentlich viel öfter geben, da es so lecker ist.

Entschieden habe ich mich für eine gefüllte Variante und zwar mit Laugenwecken, braunen Champignons, Speck und Frühlingszwiebeln. In Kombination mit meinen Lieblingsbeilagen zu Fleisch, nämlich Kartoffelknödel und Blaukraut ein absolutes Gedicht. Traut euch also ruhig mal an das Projekt „Gans“ heran, es lohnt sich.

Wenn ihr möchtet, dann könnt ihr Kartoffelknödel als Beilage machen oder alternativ einfach die Füllung aus der Gans genießen.

Für das Blaukraut:

1 kg Rotkohl
1 große Zwiebel
2 TL Pimentkörner
2 TL Wacholderbeeren
1 Lorbeerblatt
60 g Gänseschmalz
1 Prise Zucker
etwas Salz
200 ml trockener Rotwein
300 ml Entenfond
100 g Preiselbeermarmelade
Pfeffer

Am Vortag den Rotkohl putzen, den Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel ebenfalls schälen und klein schneiden. Wacholder und Piment leicht andrücken und mit dem Lorbeer zu dem Kraut geben. Das Schmalz erhitzen und die Zwiebel mit der Prise Zucker andünsten. Das Blaukraut hinzugeben und mit etwas Salz würzen. Den Rotwein hinzugeben und unter Rühren stark einkochen. Den Fond hinzugeben und alles 20-25 Minuten garen lassen. Die Preiselbeeren hinzugeben und das Kraut mit etwas Salz und Pfeffer noch abschmecken. Über Nacht ruhen lassen. Vor dem Servieren aufwärmen und die Pimentkörner, Wacholderbeeren und das Lorbeerblatt herausnehmen.

Für die gefüllte Gans braucht ihr:

1 ganze Gans (ca. 3,6 kg)
200 g Frühlingszwiebel
200 g braune Champignons
200 g Speckwürfel
3 Laugenwecken
3 Eier
etwas Milch
Salz und Pfeffer
etwas Majoran und Beifuß
etwas Küchengarn
1/2 Sellerie
2 Karotten
2 mittelgroße Zwiebel
2 Äpfel
etwas Thymian

1. Die Gans auftauen lassen und aus der Packung nehmen. Das Auftauen dauert ca. 1/2 Tag.
2. Die Gans von den Innereien befreien und gut waschen, sowohl innen und außen. Auf Küchenpapier die Gans trocknen lassen und mit einer Pinzette etwaige Federreste noch entfernen.
3. Frühlingszwiebel und Champignons säubern und klein schneiden. Die Laugenwecken würfeln. In einer Schüssel die Frühlingszwiebel, Champignons, Brotwürfel und Speckwürfel vermischen.
4. Die Eier verquirlen, etwas Milch hinzugeben und mit Salz, Pfeffer, Majoran und Beifuß würzen. Die Eimasse über die Brotmasse geben und mit den Händen alles vermischen.
5. Die Gans innen mit Salz, Majoran und Beifuß ausreiben. Dann die Füllmasse hineingeben und die Öffnung mit Küchengarn zunähen. Mit einem Zahnstocher die Gans mehrfach einstechen. Das Äußere der Gans mit Majoran und Beifuß einreiben.
6. Die Gans in eine Kasserolle setzen. Karotten, Sellerie, Äpfel und Zwiebel putzen, schälen und grob schneiden. Alles in die Kasserolle legen. Ca. 200 – 300 ml Wasser hinzugießen, damit die Gans leicht im Wasser liegt. Thymian dazugeben.
7. Die Gans bei 200 ° Ober- und Unterhitze ca. 45 Minuten in den Backofen. Ca. alle 10 Minuten die Gans mit der Flüssigkeit beträufeln. Dann die Hitze auf 175 ° Ober- und Unterhitze reduzieren, weiterhin regelmäßig übergießen und ca. weitere 60 Minuten im Backofen lassen. Den Ofen dann ausschalten und die Gans darin lassen.

Dazu passen perfekt Kartoffelknödel oder Kartoffelpüree.

Lasst es euch schmecken!

Tini

 

 

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