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Von Ende Mai bis Anfang Juni war ich dieses Jahr für 1 Woche in Kapstadt im Urlaub. Da es für mich ein echter Traumurlaub war (im Anschluss noch 2 Wochen Namibia, hier geht´s zum Reisebericht „Namibia“), möchte ich euch unbedingt mit meinem Reisebericht die Stadt und die Umgebung näher bringen und euch als Reiseziel ans Herz legen, wenn ich das durch meine umfangreichen Insta-Stories nicht sowieso schon geschafft habe 🙂 Die Videos könnt ihr übrigens auf meinem Instagram-Profil @zucker.stueckchen unter den Highlights „Capetown I“ und „Capetown II“ finden und so die gesamte Reise miterleben.

Reiseplanung

Ich habe das Glück, dass eine liebe Freundin von mir in Kapstadt mit ihrer Familie lebt und ich von ihr bereits vor der Reise einige Programmpunkte genannt bekommen habe. Sehenswürdigkeiten, Foodmarkets, Restaurants, … An dieser Stelle: nochmal lieben Dank dafür, Shiela :-* (mehr von ihr bei Instagram unter @shielaho).

Preise

Wir haben mit Ende Mai/Anfang Juni die Nebensaision in Kapstadt erwischt. Es war dort der Übergang von Herbst in den Winter. Tagsüber hatte es immer noch um die 20-25 Grad, am Abend kühlt es jedoch relativ schnell ab. Da fast alle Restaurants und Cafés Heizstrahler auf den Terrassen haben, kann man die Abende jedoch problemlos und gemütlich draußen verbringen. Die Unterkünfte sind in der Nebensaison natürlich günstiger, aber keinesfalls billig, wenn man einen gewissen Standard haben möchte. Essengehen ist dafür günstiger als bei uns in Deutschland. Wir haben uns für eine gehobene Unterkunft in Camps Bay (Honeymoon Room im Balfour Place) entschieden mit einem traumhaften Blick auf das Meer. Dafür haben wir für 8 Übernachtungen ca. 850,00 € bezahlt. Bei kleinem Budget besteht bei den Unterkünften natürlich Einsparungspotential, wenn man auf Gästehäuser oder günstige Hotels ausweicht. Von Campingplätzen würde ich euch in Kapstadt abraten.

Ausrüstung

Einen speziellen Ausrüstungs-Tipp habe ich für Kapstadt nicht, außer, dass ihr auf jeden Fall ein Auto mieten solltet. Die Ausrüstung an Kleidung hängt ganz davon ab, was ihr in Kapstadt machen möchtet. Für Ausflüge in die Natur und zum Wandern solltet ihr natürlich Outdoor-Kleidung und feste Schuhe mitnehmen. Da das Wetter oftmals sehr wechselhaft ist, war unsere Regenkleidung auch sehr nützlich. Bei Besuchen auf Weingütern und guten Restaurants solltet ihr auch ordentliche Kleidung mitnehmen, um dort auch angemessen gekleidet zu sein (das sollte eigentlich selbstverständlich sein).

Sicherheit

In Afrika ist Sicherheit sicherlich auch ein wichtiges Thema bei der Auswahl des Reiseziels. In Kapstadt haben wir uns – im Gegensatz zu Namibia – doch das ein oder andere Mal unsicher gefühlt. Das soll nicht heißen, dass ich Kapstadt für ein gefährliches Reiseziel halte, man sollte aber doch mit Bedacht reisen und Ausflüge machen. Offene Cabrios an der Ampel, Anhalten an einsamen Orten und das Laufen durch bestimmte Stadtviertel, insbesondere Townships, sollte man vermeiden. Relativ sicher sind die V & A Waterfront in Kapstadt, Camps Bay, Green Point und Sea Point. Sucht euch dort eine Unterkunft und stellt euer Fahrzeug nur an bewachten Parkplätzen ab. Fahrt immer mit einem verschlossenen Fahrzeug und lasst keine Taschen im Fahrzeugraum liegen, sondern verstaut alles im Kofferraum, auch während der Fahrt. Dies wurde mir auch von meiner einheimischen Freundin so bestätigt. Die Einheimischen bewegen sich fast ausschließlich mit dem Auto fort, da „spazierengehen“ meist einfach zu gefährlich ist. Dass ein Sicherheitsrisiko besteht werdet ihr auch an den Sicherheitsvorkehrungen im Hotel, den Häusern mit hohen Mauern und zusätzlich Stromzäunen sehen. Teure Designerhandtaschen, Uhren und Schmuck lässt man lieber gleich zu Hause. Bewegt man sich mit Bedacht, so ist das Risiko sicherlich gering und man kann den Aufenthalt genießen.

Nun aber zu unseren einzelnen Etappen des Aufenthalts:

1.Tag: V & A Waterfront Food Market

Nachdem wir gegen ca. 11 Uhr gelandet sind, haben wir unseren Mietwagen abgeholt und uns zu unserer Unterkunft aufgemacht. Ich bevorzuge bei langen Flügen Nachtflüge, da man dann meist besser schlafen kann. Zeitverschiebung hatten wir in Kapstadt nur 1 Stunde, so dass das große Jetlag ausblieb. Ehrlich gesagt zieht es mich immer nach dem Einchecken im Hotel gleich in das Zentrum, um einen ersten Überblick zu erhalten. Wir sind daher erst einmal zur Stärkung an die Waterfront zum V & A Foodmarket gefahren. Ein wahres Paradies für alle Foodies. Wir haben für 6 € frische Austern mit Weißwein geschlemmt, dann glutenfreie Pizza probiert, ein Curry gegessen und den Aufenthalt genossen. Sonntags spielen auch Live-Bands, so dass der Aufenthalt wirklich toll ist. Das solltet ihr euch unbedingt anschauen. Neben dem Food Market gibt es auch noch ein Gebäude mit kleinen Künstler- und Designständen, in dem ihr schöne Souvenirs kaufen könnt. Am ersten Tag in einer fremden Stadt führt uns der Weg auch immer in einen Supermarkt, um Getränke und kleine Snacks für den Aufenthalt zu kaufen und die einheimischen Produkte anzuschauen, was mich persönlich immer sehr interessiert. Den Abend haben wir dann auf unserer traumhaften Terrasse mit einem Glas Wein ausklingen lassen.

2. Tag: Shopping

Da es leider geregnet hat – eine feste Tagesplanung ist bei dem schnell wechselnden Wetter schwierig – haben wir uns entschieden, einen Shopping-Tag einzulegen. So wird der Tag sinnvoll genutzt 🙂 Mein Freund und ich sind sehr schnell beim Shoppen und wir wissen eigentlich auch immer sofort, ob das Geschäft zu uns passt und wir etwas finden könnten oder eben nicht. Daher haben wir uns fast alle Shoppingcentren in der Umgebung von Kapstadt und natürlich die V & A Waterfront angeschaut. Am besten gefallen haben uns hierbei die V & A Waterfront und das Einkaufszentrum Canal Walk. Bei Poetry findet ihr nicht nur Kleidung, sondern schöne Homeware. Einkaufszentren wie das Gardens Shopping Centre, das Constantia Village, das Tyger Valley Centre oder Somerset Mall würden wir beim nächsten Mal nicht mehr aufsuchen. Das ist aber sicher Geschmacksache.

Für mich persönlich ist Kapstadt leider kein Fashion-Shoppingparadies. Filialen wie H & M und Zara habe ich in Deutschland auch und suche ich oft erst gar nicht auf. Die meisten anderen Ketten sind von der Qualität und im Design nach meinem Geschmack eher mäßig. Fündig werden könnt ihr eher bei kleinen einheimischen Designern und Boutiquen (zB in der Old Biscuit Mill).

Gegen Abend haben wir noch einen Spaziergang an der Waterfront gemacht und sind dann dem Tipp meiner Freundin gefolgt, um bei Willoughby & Co. „the best sushi in town“ zu essen. Und das hat sich bestätigt. Sushiliebhaber und Liebhaber von Asia-Food sollten dort unbedingt vorbeischauen. Es schmeckt einfach grandios.

3. Tag: Kap-Halbinsel-Tour 

Der nächste Tag hielt strahlenden Sonnenschein für uns bereit. Wir beschlossen daher, eine Kap-Halbinsel-Tour zu machen. Fahrt unbedingt über das Landesinnere nach Muizenberg und dann bei der Heimfahrt erst an der Küste zurück. So habt ihr eine schöne Rundtour und seht mehr von der wunderschönen Natur. Muizenberg ist sicher am bekanntesten für seinen Strand mit den süßen kleinen bunten Strandhäuschen. Ihr könnt dort tolle Fotos machen und sie sind schön anzusehen, ein kurzer Stopp reicht jedoch. Genießt die Natur, die Strände und die Küste auf der Fahrt. Unser nächster Stopp war Boulders Beach. Dort könnt ihr niedliche Pinguine am Meer und beim Nisten beobachten.

Unsere Tour führte uns sodann weiter in den Nationalpark in Richtung Cape Point und dem Kap der guten Hoffnung. Von dem Punkt „False Bay“ in dem Park habt ihr einen abgelegenen traumhaften Ausblick von den Klippen hinunter auf das Meer und zwar ohne Tourimassen. Natürlich sind wir an das Kap der guten Hoffnung gefahren und zu Cape Point. Die Natur auf der Fahrt, Herden von Straußen und das Meer haben mich persönlich aber mehr beeindruckt wie ein obligatorisches Tourifoto am Schild „Cape of good hope“ (auch wenn wir das natürlich gemacht haben). Bei der Rückfahrt nach Kapstadt haben wir den Chapmans Peak Drive gewählt, eine der schönsten und spektakulärsten Küstenstraßen der Welt. Für uns sind solche Straßen immer ein absolutes Highlight, ihr solltet euch aber auf kurvige Straßen, kleine Tunnel, eine absolut atemberaubende Aussicht und Steilhänge gefasst machen. Die gesamte Tagestour war ein absoluter Traum und wir würden sie sofort wieder machen.

 

4. Tag: Weingut & Treffen mit Freunden

Am nächsten Tag haben wir uns etwas entspannt und am Nachmittag das Weingut „Steenberg“ in Constantia besucht. Das gehobene Ambiente, die Terrasse und die Restaurants waren toll. Für ca. 8 € pro Person könnt ihr dort 4-5 Weine probieren ohne jeglichen Kaufzwang. Solltet ihr in den preisgekrönten Restaurants etwas essen wollen, solltet ihr vorab einen Tisch reservieren.  Unser nächstes Ziel war eines der ältesten Weingut, nämlich Groot Constantia. Uns persönlich hat das Ambiente nicht gefallen und die Weinprobe war uns zu touristisch (ca. 7 € pro Person). Im Anschluss haben wir unsere Freunde besucht und waren am Abend bei 95 at Parks in Constantia mit unseren Freunden essen. Ein gelungener Tag mit lieben Menschen.

5. Tag: Kirstenbosch & Bo Kaap

Mein Freund und ich lieben die Natur und Tiere. Bei unseren Reisen zieht es uns immer auch in botanische Gärten, so auch nach Kirstenbosch. Eine grüne Oase mit einheimischen Pflanzen und kleinen Wandermöglichkeiten. Bei schönen Wetter habt ihr auch die Möglichkeit, dort auf ausgewiesenen Rasenflächen zu picknicken. Der Tree Canopy Walkway, auf dem man hoch über den Baumwipfeln laufen kann, ist ebenfalls sehenswert und es besteht aus dem Garten auch eine Aufstiegsmöglichkeit auf den Tafelberg. Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft haben wir uns noch das „Bo-Kaap“, das Malaienviertel, mit den kleinen bunten Häusern angeschaut. Meines Erachtens eine ganz nette Sehenswürdigkeit, die man jedoch schnell abarbeiten kann.

6. Tag: Stellenbosch & Franschhoek

Als Weinliebhaber mussten wir natürlich auch in die Weingebiete Stellenbosch und Franschhoek. Traumhafte Weinlandschaften und eine Fülle an Weingütern erwarten euch dort. Wir haben uns für das Weingut „La Motte“ entschieden, was auch ein absolutes Highlight für uns war. Sowohl das gehobene Ambiente als auch die Weinprobe waren wunderbar. Es wird selbstgebackenes Brot zum Wein serviert (ca. 7 € pro Person). Vorab könnt ihr dort auch ein spezielles Wein-Tasting mit kleinen Gängen buchen, ein absoluter Tipp. Hier sind wir dann auch endlich fündig geworden und haben Wein geordert. Das tolle ist, dass fast alle Weingüter der Region gemeinsam organisiert sind. Ab 18 Flaschen ist der Versand kostenlos. Wenn ihr Wein bestellt, dann wird auch das Wein-Tasting verrechnet. Alle Preise, die euch genannt werden, sind bereits inklusive Zoll und Steuern. Über Capreo wird der Wein dann direkt nach Hause versandt. Ihr müsst also nichts mitschleppen. Diese Möglichkeit werden wir in Zukunft sicher auch öfter nutzen. Über den Franschhoek Pass, eine traumhafte Fahrtroute, sind wir dann nach Kapstadt zurückgefahren und haben unsere Terrasse und den Sonnenuntergang genossen.

7. Tag: Tafelberg

Was darf natürlich bei einem Besuch in Kapstadt nicht fehlen? Natürlich der Tafelberg und der Lion´s Head. Bereits gegen 9.30 Uhr sind wir in Richtung Tafelberg gefahren. Leider war eine riesige Schlange vorhanden mit einer Wartezeit von mehr als 1,5 Stunde, um mit der Bahn nach oben zu fahren. Daher entschieden wir uns, gegen Nachmittag wieder zu kommen und noch einmal an die Waterfront zurückzukehren. Am Nachmittag gegen ca. 15.00 Uhr sind wir dann zurückgekehrt und konnten mit einer Wartezeit von 15-20 Minuten mit der Bahn nach oben fahren. Die Aussicht von dem Tableau ist wunderschön und wir hatten das Glück, dass der Berg nicht in den Wolken hing. Auf den Lion´s Head könnt ihr in ca. 1 Stunde hinaufwandern, wenn ihr trittsicher seid und feste Schuhe anhabt.

8. Tag: Oranjezicht City Farm Market und The Old Biscuit Mill

Ein Muss für Foodies ist natürlich auch der Oranjezicht City Farm Market in der Nähe der V & A Waterfront, der jeden Samstag stattfindet. Es gibt einige Trödelstände mit ausgesuchten hochwertigen Stücken („Foodprop-Heaven“), wunderschön dekoriertes Obst und Gemüse und einfach eine riesige Auswahl an Essen. Wer hier nichts findet ist selbst schuld. Danach ging es für uns weiter zur Old Biscuit Mill, einem alten Industriegelände mit kleinen Künstlerläden und natürlich Essen, sehr leckerem Essen 🙂

Ich hoffe, dass ich euch einen Überblick über die Möglichkeiten in und um Kapstadt geben konnte. Wir werden auf jeden Fall zurückkehren und die Garden Route entlang fahren.

Tini

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