Mmh, als ich letztes Wochenende zu meinen Eltern kam, gab es dieses wunderbare Hirschgulasch. Dazu habe ich mir Breznknödel gewünscht. Ich musste also praktisch nur auf den Auslöser drücken um den heutigen Beitrag für euch zu erstellen. Das ist auch mal schön, besonders da für mich keiner besser kocht als meine Mama 🙂

Falls euch das Gericht zu viel Arbeit ist, könnt ihr fertiges Blaukraut verwenden. Das müsst ihr nur aufwärmen. Ich würde es trotzdem mit Lorbeerblatt, Pimentkörnern und Wacholderbeeren abschmecken und etwas Rotwein für den Geschmack hinzugeben. Dann steht der Arbeitserleichterung nichts im Wege.

Zutaten für 4 Personen:

Für das Hirschgulasch:

800 g Hirschbraten
2 mittlere Zwiebel
2 Karotten
2 Petersilienwurzeln
ca. 150 g Sellerie
2 Knoblauchzehen
etwas Rapsöl
1 EL Tomatenmark
1 TL Paprikapulver edelsüß
1/4 l trockener Rotwein
etwas Salz und Pfeffer
etwas Thymian
1-2 TL Mondamin Speisestärke
100 ml Sahne
etwas Preiselbeermarmelade

Für das Blaukraut:

1 kg Rotkohl
1 große Zwiebel
2 TL Pimentkörner
2 TL Wacholderbeeren
1 Lorbeerblatt
60 g Gänseschmalz
1 Prise Zucker
etwas Salz
200 ml trockener Rotwein
300 ml Entenfond
100 g Preiselbeermarmelade
Pfeffer

Für die Breznknödel:

6 Dinkellaugenwecken
1 Zwiebel
1 EL Butter
400 ml Milch
3 Eier
etwas Salz und Pfeffer
etwas Muskat

1. Am Vortag den Rotkohl putzen, den Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel ebenfalls schälen und klein schneiden. Wacholder und Piment leicht andrücken und mit dem Lorbeer zu dem Kraut geben. Das Schmalz erhitzen und die Zwiebel mit der Prise Zucker andünsten. Das Blaukraut hinzugeben und mit etwas Salz würzen. Den Rotwein hinzugeben und unter Rühren stark einkochen. Den Fond hinzugeben und alles 20-25 Minuten garen lassen. Die Preiselbeeren hinzugeben und das Kraut mit etwas Salz und Pfeffer noch abschmecken. Über Nacht ruhen lassen. Vor dem Servieren aufwärmen und die Pimentkörner, Wacholderbeeren und das Lorbeerblatt herausnehmen.
2. Hirschbraten abwaschen, abtrocknen und in große Würfel schneiden. Das Gemüse in Würfel schneiden.
3. Das Rapsöl in einen Bratentopf geben und erhitzen. Das Hirschgulasch darin gut anbraten. Dann das Fleisch herausnehmen und zur Seite stellen.
4. Noch etwas Öl in den Topf hinzugeben, das gewürfelte Gemüse hineingeben und anbraten. Tomatenmark und Paprikapulver hinzugeben und alles mit 1/4 l Rotwein und 1/4 l Wasser aufgießen. Dann das Fleisch (mit dem ausgetretenen Fleischsaft) zu dem Gemüse in den Topf geben. Das Fleisch sollte mit Flüssigkeit bedeckt sein. Das Gulasch mit Salz, Pfeffer und etwas Thymian abschmecken. Den Deckel auf den Topf geben und im Backofen bei 180 ° Ober- und Unterhitze ca. 1-1,5 Stunden schmoren lassen. Sobald das Gulasch im Ofen kocht etwas zurückschalten auf ca. 120-150 ° Ober- und Unterhitze.
5. Das Fleisch herausnehmen und die Soße durch ein Sieb geben. Dabei das Gemüse durch das Sieb durchdrücken, damit die Soße sämig wird.
6. In die Soße 1-2 TL Mondamin und die Sahne geben, verrühren und kurz aufkochen lassen. Das Fleisch hinzugeben und das Gulasch mit etwas Preiselbeermarmelade abschmecken.
7. Die Laugenwecken und die Zwiebel klein schneiden.
8. 1 El Butter in einen Topf geben und erhitzen. Die Zwiebel darin andünsten und dann mit 400 ml Milch aufgießen. Die Masse warm über die gewürfelten Wecken geben.
9. Die Eier verquirlen und etwas Salz, Pfeffer und Muskat hinzugeben. Die Eimasse ebenfalls über die Wecken geben und alles gut vermischen. Die Knödelmasse ca. 30 Minuten ruhen lassen.
10. 1 Bahn Frischhaltefolie (ca. 30 x 40 cm) vorbereiten, die Knödelmasse darauf geben und in eine längliche Form bringen. Die Knödel gut mit der Frischhaltefolie einpacken und vor allem die Seiten gut zudrehen. Dann die Knödel zusätzlich noch mit Alufolie einpacken und seitlich ebenfalls zudrehen. Die Knödel im siedenden Wasser ca. 30-35 Minuten ziehen lassen.

Das Gulasch am besten am Vortrag bereits zubereiten, dann kann es durchziehen.

Viel Spaß beim Genießen!

Tini

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