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Puuh, drei Tage keine feste Nahrung, nur Säfte. Ja, ich wollte es so. Schon länger habe ich mit dem Gedanken geliebäugelt, einige Tage zu „detoxen“. Dabei ging es mir nicht unbedingt um Gewichtsverlust, sondern um eine Reinigung des ganzen Körpers und um zu versuchen, ob ich das überhaupt durchziehen kann. Ein par Pfunde loszuwerden ist natürlich ein angenehmer Nebeneffekt. Den Onlineshop von Detox Delight habe ich mir schon öfter angeschaut. Zugegeben, ganz billig sind die Säfte nicht, aber wenn´s schön macht 🙂 Als es bei Westwing im Onlineshop eine Bestellaktion für Detox Delight gab, habe ich zugeschlagen. Ich habe eine 3-Tages-Kur von Detox Delight ausgewählt mit dem Namen „Juice Delight Easy Cleanse“, die 89,00 € (statt regulär 105,00 €) kostete. Hinzu kommen noch 30,00 € Versandkosten. Ich hatte das Glück, dass mein Freund sofort mitmachen wollte und bestellte daher 2 Pakete.

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Lieferung

Bereits 2 Werktage später wurden 2 Kühlboxen aus Styropor von einem Kurier bei mir zu Hause angeliefert. Pro Box waren 18 Flaschen enthalten, die gut gekühlt geliefert wurden. Pro Tag sind 6 Flaschen zu Trinken á 0,5 Liter. Die Trinkreihenfolge der Flaschen ist vorgegeben, um den optimalen Effekt zu erzielen.

Paketinhalt

Die Beschreibung, die dem Paket beigefügt ist, verspricht die Verwendung nur natürlicher, unbehandelter, rein pflanzlicher Bio-Zutaten. Es sind keine Konservierungs-, Farb-, Aromastoffe oder Emulgatoren enthalten. Alle Säfte sind kaltgepresst, vegan, glutenfrei, bio und 100 % natürlich. Stehen die Säfte längere Zeit, bildet sich daher etwas Bodensatz. Vor dem Trinken muss man die Flaschen daher gut schütteln. Die Säfte sind bei 2-8° im Kühlschrank zu lagern. Für einen optimalen Effekt wird empfohlen, keine zusätzlichen Speisen und Getränke, außer stilles Wasser und Kräutertee, zu sich zu nehmen. Für den Notfall werden Snack-Tipps gegeben, falls es jemand nicht aushält etwas zu essen oder einfach nur zu kauen. Zum Beispiel eine Hand voll Nüsse oder Kerne, 1-2 Reiswaffeln, 1 Apfel, 1 Handvoll Gemüsesticks könnten notfalls gesnackt werden. Folgende Säfte sind in dem Paket enthalten, die in der angegebenen Reihenfolge – für den optimalen Effekt – auch zu trinken sind:

1. Kick-Starter
Inhalt: Wasser, Grapefruit, Apfel, Ahornsirup, Zitrone, Chili
Einer meiner Lieblingssäfte der Reihe. Eine erfrischende Limonade aus Bio-Zutaten für einen Kick-Start in den Tag.
2. Roots on Fire
Inhalt: Karotte, Orange, Pink Grapefruit, Kurkuma, Chili (pro 100 ml 35 kcal)
Der Saft ist gut zu trinken.
3. Heartbeet
Inhalt: Apfel, Karotte, Rote Beete, Birne, Ingwer, Zitrone, Limette (pro 100 ml 39 kcal)
Der Geschmack geht so. Die Kombination aus Rote Beete und Obst ist für mich sehr gewöhnungsbedürftig.
4. Liquid Salat
Inhalt: Apfel, Orange, Fenchel, Gurke, Spinat, Weizengras (pro 100 ml 29 kcal)
Für mich fast ungenießbar, so dass ich ab dem 2. Tag die Hälfte des Getränks wegkippte. Der Fenchelgeschmack steht so im Vordergrund, so dass ich den Geschmack wirklich ganz schrecklich fand.
5. Shineapple
Inhalt: Apfel (49 %), Ananas, Stangensellerie, Gurke, Kokoswasser, Zitrone, Zitronengras (pro 100 ml 41 kcal)
Gut genießbar.
6. Going Coco Nuts
Inhalt: Wasser, Cashews (7 %), Kokosflocken (3 %), Agavendicksaft, Limette, Zitronengras, Himalaya Salz, Vanille (pro 100 ml 78 kcal)
Vom Geschmack her einem Cocktail ähnlich und ein schöner Abschluss des Tages. Eisgekühlt kann man den Saft wirklich so richtig genießen. Der Bio-Cashewdrink enthält eine Extraportion pflanzliche Proteine.

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Im Kühlschrank halten die Säfte gemäß Deckelaufdruck ca. 2 Wochen. Die Säfte 2-5 sind alle kaltgepresst aus 100 % Bio-Zutaten und enthalten jeweils Vitamine, Mineralien und lebende Enzyme aus 2-3 Kilo erntefrischem Bio-Obst und Bio-Gemüse. Dabei haben sie auch noch wenig Kalorien. Der Geschmack der Säfte insgesamt ist wirklich Geschmacksache. Mir haben die ersten beiden Säfte (Kick-Starter und Roots on Fire) gut geschmeckt, meinem Freund jedoch überhaupt nicht. Er hingegen fand die Säfte Heart Beet und Liquid Salad gut, die mir nicht geschmeckt haben. Am dritten Tag haben wir uns daher dazu hinreißen lassen Liquid Salad und Kick-Starter zu tauschen 🙂

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Fazit

Tag 1
Ich habe richtig Lust, endlich mit meiner Detox-Kur zu beginnen. Nach und nach taste ich mich das erste Mal an die 6 Säfte in der vorgegebenen Reihenfolge heran. Der Kick-Starter am Morgen mit Grapefruit bringt mich so richtig in Fahrt. Da ich normalerweise unter der Woche erst um 12 Uhr das erste Mal etwas esse, habe ich mir den ersten Drink auf 10 Uhr gelegt, damit ich nicht zu früh loslegen muss. Die weiteren Säfte habe ich in einem Abstand von jeweils ca. 2 Stunden getrunken, so wie empfohlen. Bei den Nachmittagssäften Heartbeet und Liquid Salad geht es für mich persönlich geschmacklich bergab, doch ich halte durch und trinke tapfer auch diese beiden Flaschen. Die nächsten beiden Flaschen Shineapple und Going Nuts schmecken mir wieder richtig gut. Insbesondere an die Nussmilch könnte ich mich als abendlichen Nachtisch gewöhnen. Bereits am Abend von Tag 1 fühle ich mich irgendwie leichter, auch wenn es vielleicht Einbildung ist. An Sport mache ich am Abend nur leichte Dehnübungen und etwas Yoga.

Tag 2
In den 2. Tag starte ich mit leichten Kopfschmerzen. Ob das an der Detox-Kur liegt? Keine Ahnung, könnte auch das Wetter sein, da ein ziemlicher Wetterumschwung eintritt. Da ich jedoch jahrelang an Migräne litt, hauen mich so leichte Kopfschmerzen nicht wirklich um und bereits um die Mittagszeit sind diese weg. Mit den Säften halte ich bis Nachmittag gut durch. Gegen den Liquid Salad verschließt sich mein Magen jedoch, so dass ich nur die Hälfte davon trinke. Hunger habe ich jedoch trotzdem nicht und schließe den Tag wieder mit meinem Lieblingssaft Going Nuts.

Tag 3
Ich fühle mich irgendwie euphorisch, habe einen absolut flachen Bauch und komme mir viel leichter vor. Nach 3 Tagen Detox-Kur muss ich sagen, dass ich am Abend des 3. Tages noch gerne 1-2 Tage weiter machen würde. Hunger? Fehlanzeige. Es scheint mir nach 3 Tagen eher so, als könnte mein Körper noch einige Tage ohne feste Nahrung bleiben. Leichter bin ich um ca. 1,5 kg. Ich werde auf jeden Fall bald wieder eine Detox-Kur machen, vielleicht ab und an einen Detoxtag in der Woche einlegen. Ich überlege sogar, mir die Säfte hierfür selber herzustellen, da ich dann Einfluss auf den Geschmack nehmen kann. Ob das klappt? Keine Ahnung, aber wenn, dann werde ich die Rezepte hier einstellen. Da ich ein absoluter Genussmensch bin, Kochen, Backen und vor allem auch Essen über alles liebe, freue ich mich natürlich auch wieder richtige Lebensmittel essen zu können. Fasziniert hat mich, dass ich wirklich zu keiner Zeit ein Magenknurren hatte. Auch Fressanfälle blieben aus, sogar am Tag danach, als ich wieder normal zu Essen anfange. Das habe ich anders erwartet. Überwindung kostete es mich, 3 Liter Saft und zusätzlich Tee am Tag zu trinken. Leider trinke ich normalerweise max. 1,5-2 Liter, was gar nicht gut ist. Daher war ich allein aufgrund der Flüssigkeitsmenge stolz auf mich. Zu sportlichen Höchstleistungen ist man natürlich nicht fähig bei solch einer Schmalkost. Leichtes Yoga ist aber problemlos möglich. Mein Freund hat täglich eine Hand voll Cashewkerne gegessen, welche erlaubt sind, wenn man eine Kleinigkeit zu Beißen braucht. Ich habe darauf verzichtet, was für mich kein Problem war.

Die Portokosten fand ich mit 60,00 € für 2 Boxen zu hoch. Obwohl ich in einer Bestellung 2 Boxen an die gleiche Adresse bestellt habe, gibt es leider keine Versandermäßigung, sondern es sind 2 x 30,00 € Versandkosten zu bezahlen. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Allein aufgrund der Haltbarkeit der Säfte von bis zu 2 Wochen wäre meines Erachtens auch ein Paketversand mit der Post möglich, was erheblich billiger wäre. Die Säfte an sich sind natürlich kein Schnäppchen mit 105,00 € für 3 Tage (bzw. bei mir im Angebot für 89,00 €). Für mich war es aber in diesem Fall die beste Lösung, da ich nicht unbedingt mit Lebensmitteln umgehen wollte, um keine Lust auf feste Nahrung zu bekommen. In den Säften sind außerdem jeweils mehrere Kilo Obst bzw. Gemüse enthalten, so dass natürlich auch bei der Selbstherstellung einiges an Kosten entstehen würden. Kümmern muss man sich bei dem Paket also um nichts und man kann sich nur auf sich konzentrieren. Für mich wiederholungsfähig.

Tini

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